Sonata per tre arpe (Prologue, Scène à trois, Finale) von J.Meier
Die Sonata per tre arpe ist für das Ensemble «Triocorda» geschrieben.
Bisbigliando (mehrfaches schnelles Wiederholen eines Tones auf zwei gleichgestimmten Saiten, z.B. ces-h) herrscht im Prologue vor, zuerst Klangflächen, später Melodie bildend. Zu dieser Melodie erklingt eine Folge von zwei Quarten als kontrastierendes staccato-Ostinato. Zu den wiederkehrenden Klangflächen werden in freier Intervallfolge Staccatotöne gespielt, nach und nach spärlicher, bis nur noch Bisbigliando-Klänge bleiben.
In der zentralen «Szene zu dritt» werden drei verschiedene Tonreihen verwendet. Jeder Harfe hat ihre eigene Pedalisation, die in diesem Satz unverändert bleibt. Die Szene beinhaltet ein sich verschiebendes Verhältnis von drei Kräften, wobei eine Personifizierung möglich, aber nicht notwendig ist.
Das Finale beginnt lyrisch, wird nach verschiedenen Melodieansätzen lebhafter und gelangt zu einer mit Glissandi und Klopfzeichen gespickten virtuosen Schlussphase.
